F*Streik Netzwerk Dresden

Material


Lasst uns sichtbar werden! Nutzt die hier bereit gestellten Flyer und Poster zur Mobilisierung für die geplanten Aktionen am 8. März und darüber hinaus. Wenn ihr bereits selbst Texte oder Vorlagen erstellt habt, die ihr anderen zur Verfügung stellen wollt, sendet diese einfach per E-Mail und wir laden sie hier hoch.

Let us become visible! Use the flyers and posters provided here to mobilize for the planned actions on 8th of March and beyond. If you have already created texts or templates that you would like to share with others, just send them via e-mail and we will upload them.

PDF-Versionen zum Ausdrucken: deutsch | englisch | arabisch

Flyer

Ein kultureller Beitrag zum F_Streik: “Ein eigenes Zimmer” von Virginia Woolf, ein feministischer Klassiker von 1928, zum Anhören. Es geht um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen im Besonderen und Frauen im Allgemeinen, und um materielle Grundbedingungen von Freiheit: Ein eigenes Zimmer und ein sicheres Grundeinkommen - ihrer Erfahrung nach wichtiger als das Wahlrecht. Scharfe Beobachtungen im patriarchalen Alltag, (weiterhin) treffend, wütend und immer wieder sehr lustig. Der ganze Essay erscheint in einer Serie von 10 Teilen bis zum 8.März (dranbleiben lohnt sich!). Gelesen, gesprochen und geschenkt von Rosa Klee (FAU Dresden / CindyCat). https://www.mixcloud.com/rosaklee/

(wenn du nicht so viel Zeit hast, hör den Anfang von Teil 4 / 10 https://www.mixcloud.com/rosaklee/virginia-woolf_ein-eigenes-zimmer-ii_2-iii_1/, das klingt wie ein Aufruf zum feministischen Streik ^^)

Liebe Studierende und Angestellte der TU Dresden, liebe Gleichstellungsbeauftragte und Hochschulgruppen,

bald ist 8. März. Ausgehend von einer immer stärker werdenden internationalen Streikbewegung (allein 5 bis 6 Millionen in Spanien 2018) soll es in diesem Jahr auch in Deutschland erste Versuche geben, eine Frauenstreikbewegung auf die Beine zu stellen. Mittlerweile gibt es in mindestens 35 Orten in Deutschland Frauen*/feministische Streikbündnisse/-netzwerke – auch in Dresden. Wir möchten Euch einladen, Euch anzuschließen und am 8. März zu streiken, Aktionen zu machen an dem Tag und darüber hinaus über Themen der Geschlechtergerechtigkeit oder sogar die Überwindung des Patriarchats zu diskutieren.

Folgendes ist für den Tag X bisher geplant: Am Vormittag soll es an möglichst vielen Orten in der Stadt Streikbrunches/-frühstücke geben – das können Nachbarschaftscafes oder Hausprojekte sein, aber auch Betriebe oder Institutionen. Am Nachmittag wird es ab 14 Uhr auf dem Postplatz ein feministisches Fest geben, wo neben Workshops, (Kunst)Aktionen, Musik etc. auch nochmal Gelegenheit wäre, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und Forderungen für die Zukunft zu diskutieren.

Wir rufen Euch dazu auf, an der TU Dresden Streikbrunches zu initiieren, z.B. in einer der Mensen. Diese Brunches sollen Orte sein, wo Ihr Euch mit Euren Kolleg*innen über ganz konkretes austauschen (warum ihr streikt oder wie ihr überhaupt streiken könnt oder in welcher Form oder was Eure konkreten Probleme sind …) und uns dann später beim Fest treffen könnt. Infos zu allen Brunchorten findet Ihr rechtzeitig hier bzw. könnt Ihr Euren Brunch auch über die Seite bewerben, indem Ihr eine E-Mail schreibt.

Was Ihr noch tun könnt:

  • mit organisieren oder kleine Aufgaben übernehmen - wenn Ihr auf den Verteiler des F*Streiknetzwerkes wollt, schreibt eine E-Mail
  • Eure Verteiler nutzen, um den Streik publik zu machen, unsere Veranstaltungen auf facebook teilen
  • uns Statements schicken, warum Ihr an diesem Tag streiken wollt (oder auch warum ihr nicht streiken könnt, dazu unten nochmal ein Absatz)
  • Transpis malen und aus Euren Büros oder Wohnungen hängen, eine einfache Schürze tut’s auch
  • diesen Film schauen: https://www.youtube.com/watch?v=ramrLBhGc40
  • mit Euren Kolleg*innen und Kommiliton*innen sprechen
  • Spenden: insbesondere gibt es einen Aufruf an solidarische Männer*, den Teil ihres Einkommens zu spenden, der den Gender-Pay-Gap ausmacht
  • streiken oder einfach dabei sein, wenigstens eine längere Pause einlegen, wenn ihr nicht streiken könnt, “Bummelstreiken”, einfach bestimmte Dinge nicht tun, Hausarbeit bestreiken, Social media bestreiken (Abwesenheitsnotiz) uvm.

Streiken: Dieser Streik ist ein wilder Streik, zu dem die großen Gewerkschaften deshalb auch nicht aufrufen. Wilde Streiks sind in Deutschland verboten bzw. eine rechtliche Grauzone. Wenn Ihr streiken könnt, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, dann streikt. Insbesondere Studierende betrifft das. Wenn Ihr nicht so privilegiert seid, versucht’s mit den oben genannten “weichen” Streikformen oder denkt Euch neue aus und erzählt uns davon. Wer nicht streiken kann, weil sie* Verantwortung für andere Menschen trägt, kann uns das Schreiben. Dann sorgen wir dafür, dass Ihr trotzdem gesehen werdet. Über Eure Rechte könnt Ihr Euch hier informieren: https://dd.fau.org/2019/02/15/streikrechtsbroschuere-stuff-termine-fuer-den-8-maerz/

Solidarische und feministische Grüße Eure Branchengruppe Bildung

Die Broschüre gibt eine Übersicht für Handlungsoptionen in Schule, Uni, Ausbildung, Job und Soloselbstständigkeit. Für die feministischen Streikbündnisse und anlässlich des 8.März hergestellt, aber allgemein gehalten. Alle Aussagen sind rechtlich geprüft. Die Broschüre hilft, etwas besser durchzusehen, welche Handlungen welche Konsequenzen haben. Damit trägt sie hoffentlich dazu bei, uns Mut zu machen und gemeinsam Ängste zu überwinden.

Sie steht zum Download zur Verfügung:

Titelblatt Streikrechtsbroschüre