F*Streik Netzwerk Dresden

Fuck up + Unwork = Streik?


Datum: 27.2.2020 19:00 Uhr
Ort: Projekttheater (Louisenstr. 47)

Lesung und Diskussion mit Luise Meier (MRX Maschine)

Wenn wir von Streiken reden, meinen wir nicht nur Arbeit gegen Geld. Besonders Frauen leisten – oft ungesehen und selten geschätzt – einen immensen Anteil unbezahlter Arbeit, die Haushalte aufrecht, junge und alte Menschen am Leben und persönliche Beziehungen stabil hält. Frauen sorgen (sich), putzen, waschen, kaufen ein, und Kuchen gibt’s dann auch noch oben drauf – für die gute Stimmung beim Geburtstag. Nicht zuletzt und v.a. halten sie aber auch ihren eigenen Körper, ihr eigenes Begehren und ihre Lust in Form und das nicht in erster Linie und nie ausschließlich für sich selbst.

So kreativ, wie Frauen sind, um das alltägliche Leben für alle angenehm zu machen und so abhängig das gesellschaftliche Leben dabei von ihren meist unsichtbaren Tätigkeiten ist, so kreativ und vielfältig können auch unsere Protest- und Streikformen sein! Mit Luise Meier fragen wir, wie genau das aussehen könnte: Inwiefern sind verweigern, faul sein, zu spät kommen, scheitern, verschwenden, nicht schön und auch nicht nett sein Formen politischer Praxis? Wir wollen ‚Fuck-Up‘ und ‚Unwork‘ als Methoden des politischen Eingreifens, als Mittel im Kampf gegen eine auf Ausbeutung und Unterdrückung basierende Gesellschaft diskutieren und damit herausfinden, wie wir den allgemeinen Betriebsablauf des täglichen Lebens am 8. März und darüber hinaus am besten sabotieren und dadurch ganz nebenbei vielleicht auch etwas entspannter leben können.


Fuck up + unwork = strike?
Reading and discussion with Luise Meyer (MRX Maschine)

Date: 27th February 2020, 7 p.m.
Place: Projekttheater (Louisenstraße 47)

When we talk about strikes, we do not only speak of strike over paid work. Especially women do - mostly unseen and rarely appreciated - an enormous part of the unpaid work, sustaining homes, keeping young and old people alive and relationships stable. Women care (in every sense), clean, wash, purchase what is needed, and not to forget: “Would you like some cake?” - to ensure the feelgood atmosphere at the birthday party. Not least, they keep their own bodies, own desires and demands in shape - not foremost and never exclusively for themselves.

As creative as women are to make everyday life pleasant for everybody, as much as society depends on their mostly invisible engagement, that is how creative and diverse our ways of protest and strike can be! Together with Luise Meyer we ask: To what extent are refusing, being lazy, coming too late, failing, wasting, not being beautiful and kind, a form of political action? We want to discuss “fuck up” and “unwork” as methods of political intervention, as a means in the struggle against a society based on exploitation and oppression. Let’s find the best ways, how we can sabotage this whole business of everyday life on 8th March and beyond - and how, along the way, we can live a bit more relaxed.

The reading will be held in German. We aim to provide whisper translation into English during the event.